Weyermann® Woman Power: Auf den Spuren weiblicher Pionierinnen

Diese Woche fand eine besondere Ausgabe der Weyermann® Woman Power Reihe statt: Ein thematischer Spaziergang unter dem Motto „Bamberger Frauen. Von Kaiserin bis Malzkönigin“. Die Tour für interessierte Weyerfrauen wurde von unserer Kollegin Sabine Vinograski, langjährige Weyermann® Gästeführerin und ehemalige Stadtführerin, geleitet.

Auftakt im Weyermann® Shop Living & Drinking

Die Veranstaltung startete mit einer herzlichen Begrüßung durch Sabine Weyermann vor dem Weyermann® Shop Living & Drinking. Als besonderes Highlight gab die Chefin persönliche Einblicke in ihr Hereinwachsen auf dem traditionsreichen Weyermann®-Gelände. Die Teilnehmerinnen hatten die Gelegenheit, sie zu ihren Erfahrungen als „Weyerfrau“ zu interviewen.

Spaziergang durch die Geschichte Bambergs – Weibliche Spuren in der Stadt

Anschließend führte Sabine Vinograski die Gruppe durch die malerische Gärtnerstadt – vorbei an historischen Orten, über die Königstraße zum Grünen Markt und vorbei an der „Humsera“. Sie war ein stadtbekanntes Original: Als wortgewandte und mit einem „losen Mundwerk“ berühmte Gärtnerin brachte sie jahrzehntelang frisches Gemüse auf den Bamberger Wochenmarkt. Sie gehörte zur Gärtnerfamilie Hums, die in der Heiliggrabstraße in der Gärtnerstadt lebte. Die Humsera steht bis heute stellvertretend für das selbstbewusste, bodenständige und nicht selten scharfzüngige weibliche Erbe der Stadt.

Weiter auf der Oberen Brücke eröffnete sich ein eindrucksvoller Blick auf die Statue der Kaiserin Kunigunde, einer Frau, die sowohl als Ehefrau von Kaiser Heinrich II., als auch als die Mitbegründerin des Bistums Bamberg Geschichte schrieb. Kunigunde war bekannt für ihr politisches und spirituelles Engagement. Ihr passionierter Einsatz für die Stadt und ihre berühmte Prüfung durch das „Gottesurteil“ – das Überqueren glühender Pflugscharen zur Beweisführung ihrer Unschuld – sind bis heute Sinnbild für Standhaftigkeit und weibliche Stärke in Bamberg.

Viele Jahrhunderte nach Kunigunde übernahmen Frauen in Bamberg andere Pionierrollen. Ein herausragendes Beispiel der Neuzeit ist Sabine Weyermann.

Als Geschäftsführerin der Mälzerei Weyermann verbindet Sabine Weyermann Innovationsgeist und Nähe zur Belegschaft mit ihrem starken Engagement für die Förderung von Frauen in der Braubranche. Mit Weitblick und Traditionsbewusstsein vereint sie das historische Erbe des Familienunternehmens mit modernen Werten wie Nachhaltigkeit, Offenheit und Gleichberechtigung. In einer langen männerdominierten Branche setzt sie neue Impulse, geht erfolgreich ihren eigenen Weg und ist ein Vorbild für kommende Generationen. Sie verkörpert die „Malzkönigin“ der Gegenwart und führt gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Kraus-Weyermann und ihrer Tochter Franziska Weyermann das Unternehmen zukunftsorientiert.

Der Weg führte weiter zur Oberen Pfarre und an den zehn törichten Jungfrauen vorbei bis hinauf zu unserem geschätzten Kunden, der Brauerei Gaststätte Greifenklau.

Fränkische Einkehr und kulinarischer Genuss

Im Greifenklau angekommen, gesellte sich die Chefin zum gemeinsamen Abendessen dazu. In gemütlicher Gesellschaft genossen die „Weyerfrauen“ typisch fränkische Küche und tauschten sich über die Eindrücke des Tages aus. Als krönenden Abschluss des Abends erwartete die Teilnehmerinnen eine exklusive Führung durch die Brauerei Greifenklau mit Braumeister Sigmund Brockard. Vom historischen Sudhaus bis in den Gärkeller vermittelte er faszinierende Einblicke in das traditionelle Brauhandwerk – ein beeindruckendes Erlebnis hinter den Mauern am Laurenziplatz 20.

Ein gelungener Abend voller Inspiration, regionaler Geschichte und echter Frauenpower, der noch lange nachklingen wird. Ein herzlicher Dank geht an Sabine Vinograski, deren Expertise und Begeisterung diesen Spaziergang zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben.

Wir bedanken uns außerdem bei unseren Chefs für die Einladung, bei unserer Chefin für die wertvollen Einblicke sowie bei der Brauerei für den herausragenden Service und das köstliche Essen. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Brockard für die spannende und informative Führung durch die Brauerei.