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Das Weyermann® Bierlexikon - Diesmal der Begriff „Zwickel“

15.07.2009
Ursprünglich war mit „Zwickelbier“ die vor dem Filtern vom Fass mittels des so genannten „Zwickelhahns“ vom Braumeister entnommene Probe gemeint.

Meist hatte auch nur der Braumeister selbst und keiner der Gesellen einen Schlüssel zum „Zwickelhahn“, so dass ihm das „Zwickeln“ allein vorbehalten war. Mittlerweile wird „Zwickelbier“ auch kommerziell in größeren Mengen angeboten; in der Regel als helles untergäriges Bier, oft aber auch als obergäriges, wie zum Beispiel „Kellerweizen“.

Der „Zwickelhahn“ ist eine Zapfvorrichtung im Lagertank, um Proben des reifenden Bieres zu nehmen. Der „Zwickelhahn“, also ein kleiner Probehahn am Lagertank, ermöglicht dem Braumeister während der Ausreifung des Gerstensaftes sein Bier zu kosten, bevor es pasteurisiert und in Flaschen oder Fässer abgefüllt wird.

Die Benutzung ist nur den Brauern vorbehalten - das Bier ist noch nicht versteuert -, um ein frisches, unfiltriertes Bier direkt aus dem Tank zapfen. Das „Zwickeln“ gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen aller Bierbrauer. Der „Zwickelhahn“ ist auf etwa einem Drittel der Tankhöhe angebracht. Wenn am „Zwickelhahn“ kein Bier mehr zu entnehmen ist, dann war es ein wirklich guter Sud!

Für Hausbrauer dient der Zwickelhahn oft als einfacher Schankhahn. Man kann damit direkt aus dem Kühlschrank zapfen!

Foto: Beim „Zwickeln“, dem Entnehmen einer Probe des reifenden Bieres, am „Zwickelhahn“.

Vom „Zwickelhahn“ leitet sich zudem das „Zwickelbier“ – auch „Zwickl“ oder „Kellerbier“ genannt - ab. Darunter versteht man ein nicht filtriertes oder hefetrübes Bier.

Das Bier wird meist direkt nach dem Nachgärungsprozess in den Gastwirtschaften angeboten bzw. als Flaschenbier in den Handel gebracht; es erfährt also nicht die sonst übliche, mehr oder wenig lange kalte Reifung. Das „Zwickelbier“ gehört zu den ungespundeten Bieren und hat daher einen geringen Kohlensäuregehalt. Es hat durch die Hefe und das unpasteurisierte Verfahren einen süßlicheren und vollmundigeren Geschmack. Ein „Zwickelbier“ sollte jedoch nie nach Hefe riechen. Es ist wegen der geringen Rezens ein sehr verträgliches, ansonsten würziges und süffiges Bier. Da noch alle natürlichen Schweb- und Trübstoffe enthalten sind, ist es außerdem ernährungsphysiologisch wertvoller als filtriertes Bier. Das „Zwickelbier“ ist weniger lang haltbar als gefiltertes. Das Bier sollte daher sehr kühl und vor Licht geschützt gelagert und immer frisch getrunken werden.

Auch in der Weyermann® Braumanufaktur wird regelmäßig ein würziges und süffiges „Zwickelbier“ gebraut, z.B. die Weyermann® Bierspezialität, das vollmundig-rauchige „Schlotfegerla“. Weyermann® Weihenstephaner Diplom-Braumeister Oliver Honsel trägt als Zeichen seiner Zunft übrigens einen „Zwickelschlüssel“ an seinem Schlüsselbund.

Foto: Ein Brauer aus Passion, wie Weyermann® Diplombraumeister Oliver Honsel, trägt mit Stolz einen „Zwickelschlüssel“ immer bei sich am Schlüsselbund.

Quellen:
www.abtei-brauerei.de
www.shop.sios.ch
www.altestramdepot.ch
www.hutte.de

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